Flüchtlingsboot vor Calpe geortet – Überlebende berichten von sechs Todesfällen auf See

H Moser
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Vor Calpe rettete die Seenotrettung elf Menschen aus einem Boot, deren Mitreisende während einer etwa zweiwöchigen Überfahrt ums Leben kamen. Ihre Leichen sollen ins Meer geworfen worden sein, bevor das Boot gesichtet wurde.

Schiffbruch vor der Küste Calpes

In der Nacht zum Samstag wurde vor der spanischen Küste bei Calpe ein Boot mit elf Überlebenden entdeckt und rettete. Ein Fischkutter hatte das treibende Boot rund 37 Seemeilen vor Calpe gesichtet und Alarm geschlagen. Die Rettungskräfte der Salvamar Fénix aus Xàbia konnten die Menschen an Bord in Sicherheit bringen. Zwei der Geretteten wurden aufgrund von Verbrennungen ins Krankenhaus gebracht.

Berichte der Überlebenden von einer traumatischen Überfahrt

Die geretteten Migranten berichteten der Polizei, sie seien vor etwa 14 Tagen von der Küste Algeriens aufgebrochen. Ursprünglich wollten sie nach Ibiza gelangen. Die Überfahrt gestaltete sich extrem lang und gefährlich. Während der Reise kamen sechs Menschen ums Leben. Nach Angaben der Überlebenden wurden die Leichen vor der Rettung ins Meer geworfen, weshalb keine Toten bei der Bergung am Boot gefunden wurden. Laut ihrer Aussage befanden sich anfangs 17 bis 18 Personen an Bord.

Weitere Rettungseinsätze im Mittelmeer

Wenige Stunden später erreichte die Salvamar Fénix auf ihrem Rückweg nach Xàbia eine weitere über Bord treibende Fähre. Auch hier konnten sieben Personen gerettet werden. Insgesamt wurden in den beiden Einsätzen 18 Migranten aus dem Mittelmeer geholt, darunter vier Minderjährige. Die Anzahl der Todesopfer bei der ersten Rettungsaktion stammt ausschließlich aus den Aussagen der Überlebenden.

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