Spanien kämpft gegen größte Brände der letzten 20 Jahre
Spanien, 15. August 2025
Die Waldbrände in Spanien haben im Sommer 2025 ein dramatisches Ausmaß erreicht. Über 150.000 Hektar Wald- und Buschland sind bereits zerstört – davon fast 100.000 Hektar allein in der ersten Augusthälfte. Hitze, Trockenheit und starke Winde verschärfen die Lage und stellen Einsatzkräfte wie Bevölkerung vor enorme Herausforderungen.
Aktuelle Brandherde und betroffene Regionen
Nordwesten: Galicien und Kastilien-León
Besonders gravierend sind die Waldbrände in Galicien und Kastilien-León.
- In der Provinz Ourense brennen großflächige Feuer, darunter das verheerende Feuer bei Chandrexa de Queixa, das rund 20.000 Hektar zerstört hat.
- In Zamora gilt der Brand bei Uña de Quintana mit knapp 38.000 Hektar als der größte dieses Sommers.
- Auch in León und Ourense sind Brände mit jeweils um die 2.800 Hektar verzeichnet.
- Besonders tragisch: Das Feuer von Yeres beschädigte Teile des UNESCO-Weltkulturerbes Las Médulas.
Zentralspanien: Region Madrid und Kastilien-La Mancha
Ein schwerer Brand bei Tres Cantos nördlich von Madrid hat rund 2.000 Hektar Wald und Buschland vernichtet – ein Helfer kam dabei ums Leben.
In Toledo griff ein Feuer bei Navalmoralejo bis in den Norden der Extremadura über. In Calera y Chozas mussten zeitweise 5.000 Menschen evakuiert werden.
Extremadura
In Cáceres wütet ein Großbrand bei Jarilla. Ein 25 km langer Abschnitt der Autobahn A-66 sowie die parallel verlaufende N-630 wurden gesperrt. Mehrere Dörfer stehen unter akuter Bedrohung durch Rauch und Flammen.
Andalusien
- In Huelva blockierte ein Brand im Naturpark Sierra de Aracena bei Aroche eine Landstraße.
- In Cádiz zerstörten Flammen nahe Tarifa über 500 Hektar.
Katalonien
Bisher keine Brände über 500 Hektar, jedoch herrscht höchste Waldbrandgefahr. Behörden haben präventiv Zugänge zu gefährdeten Gebieten gesperrt.
Kanarische Inseln
Derzeit keine großen Brände, aber Alarmstufe Rot wegen extremer Hitzewelle. Besonders gefährdet sind Teneriffa, Gran Canaria, La Palma, La Gomera und El Hierro.
Schwere Brände in Spanien
Calpe Magazin


Ausmaß und historische Einordnung
Die bisher verbrannten 150.000 Hektar machen 2025 schon jetzt zu einem der schlimmsten Jahre seit zwei Jahrzehnten. Besonders betroffen sind:
- Zamora
- Ourense
- León
- Cáceres
- Madrid
- Palencia
Diese Flächenverluste wirken sich massiv auf Biodiversität, Klimabilanz und regionale Wirtschaft aus.
Evakuierungen und Schutzmaßnahmen
Die Behörden reagieren mit großangelegten Evakuierungen:
- Kastilien-León: über 9.500 Menschen mussten ihre Häuser verlassen.
- Galicien: rund 1.700 Evakuierte.
- Cáceres: zeitweise Ausgangssperren für 5.000 Einwohner.
Straßensperrungen betreffen nicht nur Landstraßen, sondern auch wichtige Autobahnen und den AVE-Hochgeschwindigkeitszug zwischen Madrid und Galicien.
Über 5.000 Einsatzkräfte, darunter Feuerwehr, Zivilschutz, Militär und internationale Helfer, kämpfen rund um die Uhr gegen die Brände. Löschflugzeuge aus anderen EU-Ländern unterstützen die Löscharbeiten.
Wetterlage und Prognosen
Die aktuelle Hitzewelle mit Temperaturen bis 44 °C in Teilen Spaniens verschärft die Trockenheit. Starker Wind treibt die Flammen zusätzlich an.
- Entspannung wird frühestens ab dem 18. August erwartet.
- Dennoch bleibt die Waldbrandgefahr wegen ausgedörrter Vegetation hoch.
Mögliche Ursachen der Waldbrände
Die Brandursachen sind vielfältig:
- Extreme Wetterbedingungen (Hitze, Trockenheit, Wind)
- Natürliche Auslöser wie Blitzschläge
- Menschliches Fehlverhalten (achtlos weggeworfene Zigaretten, Grillfeuer)
- Brandstiftung: Mehrere Personen wurden bereits festgenommen.
Warnungen und Verhaltensempfehlungen
Behörden rufen zur höchsten Vorsicht auf:
- Striktes Verbot von offenem Feuer, Grillen und Feuerwerken.
- Keine Zigaretten oder brennbaren Gegenstände wegwerfen.
- Evakuierungsanweisungen unbedingt befolgen.
- Verdächtige Beobachtungen sofort melden.
Touristen sollten sich vorab über die aktuelle Lage in den Zielgebieten informieren.
Spanien im Ausnahmezustand
Die Waldbrände in Spanien 2025 zeigen, wie stark der Klimawandel und menschliche Faktoren zusammenwirken können. Prävention, schnelle Reaktion und internationale Zusammenarbeit sind entscheidend, um Natur, Leben und Kulturerbe zu schützen.
Quelle: Calpe Magazin
Hinweis: Alle Angaben in diesem Bericht erfolgen nach bestem Wissen, jedoch ohne Gewähr. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Informationen wird keine Haftung übernommen.