Ein tragischer Vorfall erschüttert die Gemeinde Calpe
Calpe, 13. August 2025
Calpe, ein beliebter Urlaubsort an der Costa Blanca, ist von einer tragischen Nachricht erschüttert worden. Am Dienstagmittag kam es im Wohngebiet Maryvilla zu einem tödlichen Badeunfall, bei dem ein 21-jähriger Deutscher ums Leben kam. Der junge Mann war in einem privaten Pool ertrunken.
Sofortige Reanimation ohne Erfolg
Ein Freund, der sich ebenfalls auf dem Grundstück aufhielt, entdeckte den leblosen Körper gegen 13:30 Uhr und alarmierte umgehend das Notfallinformations- und Koordinationszentrum (CICU).
Der medizinische Notfalldienst (SAMU) traf kurze Zeit später ein und leitete sofort Reanimationsmaßnahmen ein. Trotz aller Bemühungen, einschließlich Herz-Lungen-Wiederbelebung und weiterer Stabilisierungsmaßnahmen, konnte der junge Mann nicht gerettet werden. Der Tod wurde noch vor Ort festgestellt.
Laut Informationen aus dem Gesundheitswesen deutet alles auf ein klassisches Ertrinken hin. Die genaue Todesursache soll jedoch durch eine gerichtliche Obduktion geklärt werden.
Sicherheit in privaten Pools: Ein oft unterschätztes Risiko
Der tragische Unfall wirft erneut ein Schlaglicht auf die Gefahren von privaten Schwimmbädern – insbesondere in der Sommerzeit, wenn viele Menschen Erholung in Pools suchen. Während öffentliche Schwimmbäder oft strengen Sicherheitsvorkehrungen unterliegen, fehlen diese in privaten Anlagen häufig völlig.
21-Jähriger stirbt in Maryvilla
Calpe Magazin

Wichtige Sicherheitsmaßnahmen für private Pools
Zugangssicherung durch Zäune oder Abdeckungen
Alarmsysteme, die auf ungewöhnliche Bewegungen im Wasser reagieren
Erste-Hilfe-Kenntnisse für alle Anwesenden
Nie alleine schwimmen, insbesondere nicht unter Einfluss von Alkohol oder Drogen
Regelmäßige Wartung und Sichtkontrollen des Pools
Die Rolle des SAMU und des CICU in Notfällen
In Spanien wird die medizinische Notfallversorgung durch spezialisierte Einheiten wie SAMU (Servicio de Asistencia Médica de Urgencia) und das CICU (Centro de Información y Coordinación de Urgencias) sichergestellt. Diese Einheiten koordinieren schnelle Rettungseinsätze, insbesondere in Notfallsituationen wie Ertrinken, Herzinfarkten oder schweren Unfällen.
Das reibungslose Zusammenspiel zwischen Notruf, medizinischem Personal und Rettungsdiensten ist entscheidend für die Überlebenschancen in akuten Notlagen.
Wie lassen sich Ertrinkungsunfälle vermeiden?
Das spanische Gesundheitsministerium hat eine Informationsplattform eingerichtet, die unter https://ses.san.gva.es/es/consells erreichbar ist. Dort finden sich präventive Ratschläge, wie man Ertrinkungsgefahren in Pools und an Stränden vermeiden kann.
Die häufigsten Ursachen für Ertrinken:
- Unaufmerksamkeit
- Alkoholkonsum
- Mangelhafte Schwimmkenntnisse
- Körperliche Schwäche oder Krankheit
- Plötzliche Panikreaktionen im Wasser
Empfehlungen des Gesundheitsministeriums:
- Kinder niemals unbeaufsichtigt in der Nähe von Wasser lassen
- Rettungsausrüstung in der Nähe bereitstellen
- Regelmäßiges Training in Erster Hilfe
- Installation von Überwachungskameras oder Sensoren bei großen Pools
Calpe – Vom Touristenparadies zur traurigen Schlagzeile
Calpe ist international bekannt für seine wunderschönen Strände, den imposanten Felsen Peñón de Ifach und das mediterrane Flair. Doch dieser tragische Vorfall zeigt, dass auch in Urlaubsregionen tödliche Unfälle passieren können – oft innerhalb der eigenen vier Wände.
Viele Immobilien in Calpe verfügen über private Pools, was sowohl für Einheimische als auch Touristen ein besonderer Luxus ist. Doch dieser Komfort bringt auch Verantwortung mit sich. Die Stadtverwaltung von Calpe appelliert regelmäßig an die Einhaltung von Sicherheitsvorgaben, besonders in heißen Sommermonaten.
Dieser tragische Vorfall aus Calpe sollte nicht nur als Nachricht wahrgenommen werden, sondern als Warnung und Mahnung. Jeder Poolbesitzer – ob in Calpe, an der Costa Blanca oder anderswo – sollte sich der Verantwortung bewusst sein, die mit einem privaten Schwimmbecken einhergeht.
Quelle: Calpe Magazin
Hinweis: Alle Angaben in diesem Bericht erfolgen nach bestem Wissen, jedoch ohne Gewähr. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Informationen wird keine Haftung übernommen.